Wirtschaftswochen an Mittelschulen

Idee

Die Grundidee und das Programm für die Wirtschaftswochen stammen von der Ernst Schmidheiny Stiftung, die 1972 anlässlich des 70. Geburtstags von Dr. Ernst Schmidheiny gegründet wurde.
Die Schülerinnen und Schüler erleben im Rahmen dieser Projektwoche anhand einer Computer Management Simulation die Mechanismen der sozialen Marktwirtschaft durch eigene Praxis.

Ziel und Entwicklung des WIWAG

Die Teilnehmenden lernen durch den persönlichen Kontakt und durch praxisbezogene Diskussionen mit Vertretern der Wirtschaft, den so genannten Fachlehrerinnen und Fachlehrern, die Arbeit einer Unternehmung und deren Umwelt zu verstehen und zu beurteilen.

 

Zentrales Element der Wirtschaftswochen ist das WIWAG genannte Computerplanspiel in einer interaktiven Management Simulation. Dieses Modell wurde in Zusammenarbeit mit der Hochschule St. Gallen unter der Leitung von Prof. Dr. Rolf Dubs 1972 entwickelt und wird seither laufend den neuen Erfordernissen angepasst.

Ablauf der Wirtschaftswoche

Pro Klasse werden drei bis fünf Unternehmungen mit fünf bis sieben Geschäftsleitungsmitgliedern gebildet. Die Teilnehmenden übernehmen das Unternehmen im 10. Geschäftsjahr mit identischer Ausgangslage und führen dieses in Konkurrenz mit den anderen Unternehmungen bis ins 14. Geschäftsjahr. Sie interpretieren die Umweltbedingungen und legen konkrete betriebswirtschaftliche Massnahmen fest. Durch die selektive Freigabe von Entscheidungsparametern kann der Fachlehrer die Komplexität von Geschäftsjahr zu Geschäftsjahr steigern. Im Anschluss an das 14. Geschäftsjahr unterbreiten die drei bis fünf Unternehmungen an einer ordentlichen Generalversammlung ihre Geschäftsergebnisse.

Finanzierung

Die Ernst Schmidheiny Stiftung übernimmt die Finanzierung der Fachlehrer-Ausbildung und die Kosten für die Entwicklung des WIWAG und der Lehrmittel. Die eigentlichen Wirtschaftswochen werden durch die kantonalen Handelskammern organisiert. Damit diese nicht die ganzen Kosten alleine tragen müssen, erhalten sie pro Klasse einen Basisbeitrag aus dem überregionalen Finanzierungspool. Der überregionale Finanzierungspool, welcher von Banken, Versicherungen und diversen Unternehmungen getragen wird, finanziert neben den Basisbeiträgen auch die Druckkosten der Lehrmittel für die Schülerinnen und Schüler.

Organisation

Der Handels- und Industrieverein des Kantons Bern organisiert, mit der finanziellen Unterstützung seiner zuständigen Sektion, mit den folgenden Mittelschulen jährlich eine oder mehrere Wirtschaftswochen:

  • Freies Gymnasium Bern
  • Gymnasium Thun
  • Gymnasium Interlaken
  • Gymnasium Langenthal
  • Gymnase français de Bienne

Die Ernst Schmidheiny-Stiftung führt 2010 folgende Ausbildungskurse durch:

FLK 1/12 Teil 1 vom 11.01. - 13.01.2012 Ernst Schmidheiny Stiftung, Jona
Teil 2 vom 23.01. - 24.01.2012 Ernst Schmidheiny Stiftung, Jona
FLK 2/12 Teil 1 vom 30.05. - 01.06.2012 Ernst Schmidheiny Stiftung, Jona
Teil 2 vom 12.06. - 13.06.2012 Ernst Schmidheiny Stiftung, Jona
FLK 3/12 Teil 1 vom 24.10. - 26.10.2012 Ernst Schmidheiny Stiftung, Jona
Teil 2 vom 06.11. - 07.11.2012 Ernst Schmidheiny Stiftung, Jona

 

 

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte:

Handels- und Industrieverein des Kantons Bern
Gisela Münger, gisela.muenger@bern-cci.ch
Kramgasse 2, Postfach 5464, 3001 Bern
Tel. 031 388 87 87

Abstimmungen
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